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Split Riviera


Im Folgenden wollen wir die Split Riviera Geschichte anhand einzelner, historisch bedeutsamer Orte vorstellen, und zwar beginnend mit der Stadt Split, dem größten und wichtigsten urbanen Zentrum.

Geschichte der Stadt Split

Die Siedlung Asphalatos an der Stelle der heutigen Stadt Split wurde vermutlich von Griechen gegründet. Um 300 n. Chr. errichtete der römische Kaiser Diokletian hier einen prachtvollen Palast, in dem er seine letzten Jahre verbrachte und auch bestattet wurde. Nach seinem Tod (313) wurde der Palast zum Zufluchtsort für vertriebene Angehörige der kaiserlichen Familie (Julius Nepotus).

614 Nach der Eroberung Salonas durch die Awaren und Slawen suchten die flüchtenden Einwohner Schutz hinter den Mauern des Diokletian-Palastes.

Im 7. Jh. wurde das ehemalige Soliner (Solaner) Bistum wiedererrichtet.

812-1069 Split erkannte den byzantinischen Kaiser als Machthaber an, wurde aber dann vom kroatischen König Petar Kresimir IV. annektiert.

1105 erkannte die Stadt Split die Oberhoheit der ungarisch-kroatischen Könige an, behielt aber ihren durch alte Stadtrechte begründeten Autonomiestatus bei.

Ab 1207 wählten die Bürger der Stadt Split Feudalherren aus Kroatien, Zahumlje und Bosnien zu ihren Prioren und Komites (Fürst Domald, Petar Humski, Grgur Bribirski, Pavao und Mladen Subic, Hrvoje Vukcic Hrvatinic).

1420 stellte sich Split unter den Schutz der Republik Venedig, die darum bemüht war, ihre Vormachtstellung in Dalmatien auszubauen und die Rechtsposition der Städte zu schwächen.

Im 16. Jh. war die Stadt Split wiederholt durch türkische Streitkräfte bedroht, insbesondere nach der Eroberung von Klis (1537).

Nach dem Ende der venezianisch-türkischen Kriege (zweite Hälfte des 17. Jh.) konnte sich die Stadt Split allmählich erholen.

Nach dem Zusammenbruch der Republik Venedig 1797 fiel Split zusammen mit ganz Dalmatien an Österreich, welches die Stadt im Pressburger Frieden 1805 jedoch an Frankreich abtrat.

Von 1813─1918 unterstand die Stadt Split erneut dem österreichisch-ungarischen Kaiserreich. Diese Zeit war einerseits von wirtschaftlicher Stagnation, andererseits von dem Erstarken eines kroatischen Nationalbewusstseins geprägt. Nach den Wahlen 1882 erhielt die Stadt Split eine kroatische Verwaltung.

In der zweiten Hälfte des 19. Jh. begann der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt Split, die sich bis Anfang des 20. Jh. zum bedeutendsten Hafen entwickelte.

Ein für die Split Riviera Geschichte ebenfalls bedeutsames Gebiet ist das ehemalige Fürstentum Poljica, das im Westen durch den Flusslauf der Zrnovnica begrenzt und im Osten durch das Tal der Cetina vom Nachbarn Omis getrennt wurde. Die insgesamt 250 Quadratkilometer umfassende Fläche des Fürstentums war in 12 politische Einheiten unterteilt, die jeweils aus einem Dorf samt dem dazugehörigen Weidegebiet bestanden. Bedingt durch den zentral gelegenen Gebirgszug Mosor ergab sich eine weitere geographische Einteilung in Unter-, Mittel- und Ober-Poljica. Heute gehört der größte Teil des ehemaligen Fürstentums zur Kommune Omis und ein kleiner Teil zum Gebiet von Dugi Rat.

Geschichte von Poljica

Antike Bau eines spätantiken Landsitzes (villa rustica) in Ostrvica

Justinianische Ära Errichtung einer frühchristlichen Kirche, von der Überreste erhalten sind

15. Jh. Niederschrift des Statuts von Poljica, eines der ältesten und geschichtlich bedeutsamsten kroatischen Rechtsdokumente, das eine umfassende Regelung des gemeinen Rechts enthielt und Verfassungscharakter hatte. Heute befindet sich das in kroatischer Sprache (in tschakawischem Dialekt) geschriebene Dokument im Stadtmuseum von Omis. Als letzter, aber historisch nicht weniger bedeutsamer Ort für die Split Riviera Geschichte muss Omis aufgeführt werden. Erste namentliche Erwähnungen des Ortes stammen aus griechischen und römischen Zeiten. Mittelalter - Die Einwohner von Omis waren weithin als Piraten berüchtigt. In der „Blütezeit“ der Piraterie taten sich vor allem die Fürsten Kacic als Anführer hervor. Über einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten verbreiteten sie mit ihren Überfällen auf päpstliche Galeeren und Handelsschiffe der mächtigen Städte Venedig, Dubrovnik und Split Angst und Schrecken.

Geschichte der Stadt Omis

1221 Papst Honorius III. unternahm gegen die Piraten von Omis wegen deren Überfällen auf Palästina-Kreuzfahrer einen ersten Kreuzzug, aus dem die Piraten jedoch siegreich hervorgingen.

1286-7 Der zweite, von Venedig durchgeführte Kreuzzug endete mit der Niederlage der Piraten und bedeutete gleichzeitig den Sturz des mächtigen Fürstengeschlechts der Kacics und ihrer Regierung in der Stadt Omis. Auf die Kacics folgten als Herrscher der Stadt Omis die Fürsten Subic, die Brüder Horvat, der bosnische Adelige Hrvoje Vukcic Hrvatinic, Ban Ivanis Nelipic, die Familie von Matko Talovac als Ermächtigte des Königs Zigmund und der bosnische Herzog Stjepan Kosaca.

1409 Ladislav Napuljski verkaufte Dalmatien an die Republik

1444-1797 Omis gehörte zur Republik Venedig.



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