Makarska Riviera
Eine erste namentliche Erwähnung des Ortes Baska Voda an der Makarska Riviera findet sich auf der geographischen Karte „Coranelli“. Er wird hier „Basca“ genannt und als kleine Siedlung bezeichnet, deren Einwohner von Landwirtschaft und Fischfang leben.
Schon in der Antike gab es an einer Trinkwasserquelle im Biokovo-Gebiet einen kleinen Ort namens Bast. Im 18. Jh., nach dem Ende der türkischen Besatzungszeit, zogen seine Bewohner aus dem hoch gelegenen felsigen Terrain des Berges Sveti Ilija hinunter zum Meer und gründeten die Siedlung Baska Voda, die heute zu den bekanntesten Tourismuszentren der Makarska Riviera zählt. Der Name Baska Voda ist offensichtlich mythologischen Ursprungs und bezieht sich auf Biston, den Urvater des thrakischen Geschlechts der Bistonen. Er galt als Sohn des griechischen Kriegsgottes Ares und der Göttin Kalyroja, welche als Beschützerin des Wassers verehrt wurde. Reste einer militärischen Festungsanlage und Quellen im Umfeld von Baska Voda erhärten diese These. Die Anhöhe Gradina ist ein hochinteressanter archäologischer Fundort, an dem zahlreiche Fundstücke aus römischer Zeit entdeckt wurden: Grabstätten mit Urnen und Grableuchten, des Weiteren Schmuck und Münzen von Alexander Severus Aurelianus, Grabdenkmäler mit den Namensinschriften der dreizehn ältesten Einwohner von Baska Voda. Der schönste unter ihnen wurde für einen Jungen namens Ursinus errichtet, der wohl zwischen 100 und 150 n. Chr. bei einem Schiffsunglück ums Leben kam.
Eine erste namentliche Erwähnung des Ortes Baska Voda an der Makarska Riviera findet sich auf der geographischen Karte „Coranelli“. Er wird hier „Basca“ genannt und als kleine Siedlung bezeichnet, deren Einwohner von Landwirtschaft und Fischfang leben. Historisch interessant ist die aus dem Jahr 1750 stammende spätbarocke Kirche Sveti Lovro (hl. Laurentius), die vermutlich auf antiken Mauerresten errichtet wurde. Die zu Beginn des 20. Jh. errichtete Pfarrkirche ist dem hl. Nikolaus geweiht, der als Schutzheiliger der Reisenden und Seefahrer gilt; der Glockenturm und der Pfarrhof wurden erst 1991 angebaut (Ante Rozic). Besondere Erwähnung verdienen die kunstvollen, von Josip Botteri Dini gestalteten Kirchenfenster und die gemalten Kreuzwegstationen von Josip Biffel (1989). Oberhalb der Stadt Baska Voda liegen die kleinen Ortschaften Topici und Bast. Diese alten Siedlungen sind als Ausflugsziele allemal lohnend, da ihre Häuser noch die traditionelle ländliche Bauweise aufweisen und man hier außerdem besonders guten Käse, Prsut-Schinken sowie unter der Tonglocke gebackenes Brot bekommt.
Die Stadt Baska Voda an der Makarska Riviera liegt etwa 10 km von Makarska entfernt und bietet ihren Gästen nicht nur kristallklares Meerwasser und über 2700 jährliche Sonnenstunden, sondern in den Abend- und Nachtstunden auch eine Vielzahl an Unterhaltungs- und Kulturprogrammen. Hinzu kommt ein breit gefächertes Angebot für Sportfans aller Art (Fußball, Handball, Tennis, Tischtennis, Minigolf, Bergsteigen, Angeln, Tauchschule, Liegeplätze für Segelboote im erweiterten Hafenbecken). Zur Tradition der Stadt Baska Voda gehören auch Festlichkeiten mit religiösem Hintergrund, z. B. Prozessionen am Karfreitag und am Tag des hl. Nikolaus, der als Schutzpatron des Ortes verehrt wird (6. Dezember). Am Tag des hl. Laurentius (10. August) findet ein Festival mit Klapa-Chören aus der Region Makarska statt.
Das ehemalige Dorf von Bauern, Fischern, Händlern und Seeleuten hat sich mit der Zeit zur Stadt Baska Voda gemausert, die sich als modernes Tourismuszentrum an der Makarska Riviera präsentiert, ohne ihren typisch mediterranen Charme verloren zu haben, von dem 1840 der namhafte venezianische Arzt Dr. Frari schwärmte: „…wo alles Leben und Kraft atmet und selbst Todgeweihte wieder aufleben.“




