Insel Brac
Die Entstehung der Ortes Milna steht in Zusammenhang mit dem Bau eines Kirchleins Ecclesiae Sancte Mariae Milnavi. Heute dominiert die schöne, 1783 gebaute Barockkirche Mariä Verkündigung mit Treppenflucht und ansprechendem Glockenturm die übrigen Gebäude dieses „kleinen Ortes meines Herzens“, wie ihn der kroatische Schriftsteller Tin Ujevic liebevoll nannte.
An der stark gewundenen Westküste der Insel Brac, die ─ wie schon der kroatische Dichter Petar Hektorovic beschrieb
─ fast mit der Küste von Solta zusammenzustoßen scheint, liegt der Ort Milna am Ufer einer tief ins Inselmassiv
einschneidenden Bucht. Der Name des Ortes wurzelt in dem altslawischen Begriff „mil“, der „Sand“ bedeutet.
Die Bezeichnung „Milna Vala“ für eine „Sandbucht“, in der nach starken Regenfällen Schwemmsand
angespült wurde, schrumpfte mit der Zeit zu „Milna“. Und so wurde auch die Siedlung am Buchtende Milna genannt.
Nachdem die Bewohner der klösterlichen Einsiedelei Blaca das Ufer von Milna mit einem Kai versehen hatten, stieg der
kleine Ort im 18. Jh. zum Handelszentrum der Insel Brac auf. Dieser Aufschwung trug auch zur Förderung der örtlichen
Schifffahrt bei, zumal die geschützte Lage der Ankerbucht von Milna ohnehin einen enormen seefahrerischen Vorteil mit
sich brachte. Heute wie damals ist die Milna-Bucht mit ihrem weit geöffneten Eingangsbereich und ihrem schmalen seichten
Buchtende der beste Naturhafen der Insel Brac, der schon für viele Seeleute Rettung in höchster Not gebracht hat.
In Milna auf der Insel Brac wurden Mitte des 19. Jh. die ersten Holzfrachter vom Typ Bracera gebaut, die im adriatischen Raum
damals die größten Schiffe ihrer Art waren. Heute befindet sich in Milna die ACI Marina Milna; sie ist die einzige
Marina der Insel Brac und gehört zu den schönsten der gesamten Adria.
Die Entstehung der Ortes Milna
auf der Insel Brac steht in Zusammenhang mit dem Bau eines Kirchleins Ecclesiae Sancte Mariae Milnavi. Heute dominiert die
schöne, 1783 gebaute Barockkirche Mariä Verkündigung mit Treppenflucht und ansprechendem Glockenturm die übrigen
Gebäude dieses „kleinen Ortes meines Herzens“, wie ihn der kroatische Schriftsteller Tin Ujevic liebevoll
nannte. Die Pfarrkirche ist mit einer monumentalen Barockfassade versehen und weist Rokoko-Stuckaturen aus dem frühen
19. Jh. auf. Die spätbarocke Altarpala Mariä Verkündigung gehört zu den schönsten Altargemälden
der Insel Brac. Der erste moderne Bildhauer Kroatiens, der von Brac stammende Ivan Rendic, schuf für den Hauptaltar die
Skulpturen des hl. Josef und des hl. Hieronymus. Auf dem Friedhof von Milna begegnet man seinen Arbeiten übrigens ebenso
wie im Ort selbst, denn auch der steinerne Springbrunnen auf dem Dorfplatz stammt von seiner Hand. In der unweit von Milna
gelegenen Osibova-Bucht befindet sich die Ruine eines gotischen Kirchleins, und ein wenig außerhalb des Ortes steht
eine Uferkapelle, die dem hl. Nikolaus, dem Schutzheiligen der Reisenden und Seefahrer geweiht ist. Während diese Kapelle
früher den großen Segelschiffen ein letztes Lebewohl zuwinkte, sind es heute Fischkutter, die sich auf den Weg
zu ihren Fischgründen machen.
Eine der wichtigsten Einnahmequellen von Milna auf der Insel Brac stellt heute
der Tourismus dar, insbesondere der Segeltourismus. Dabei ist die Umgebung von Milna außer für Segler auch für
andere Aktiv-Urlauber attraktiv, denn Trekking, Moutain-Biking und Freeclimbing bieten sich ebenso an wie Sonnenbaden und
Schwimmen am Strand einer der zauberhaften Sand- oder Kieselbuchten: Vlaska, Pasika, Osibova, Lucice und Maslinova. Wer gerne
Kleinfeld-Fußball, Basketball, Volleyball, Boccia oder Tischtennis spielt, findet in Milna die entsprechenden Anlagen
vor. Auch als Ausgangsort für Ausflüge auf der Insel Brac oder außerhalb des Inselgebiets ist Milna bestens
geeignet.




